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Island - Insel aus Feuer und Wasser (Geysir)
Island -

Insel aus Wasser und Feuer

Island (Iceland, Republik Island) liegt im Nordatlantik, etwa auf der gleichen geografischen Breite wie die Beringstrasse zwischen Sibirien und Alaska, also unmittelbar südlich des Polarkreises. (Das Festland - soweit man bei einer grossen Insel überhaupt von Festland sprechen kann - reicht allerdings an keiner Stelle der Hauptinsel wirklich über den Polarkreis hinaus - sehr zum Leidwesen der Tourismusmanager . . .)

Der isländische Vulkan Eyjafjallajökull

Selbst die Südspitze der Insel Island liegt noch viel weiter im Norden, als der Süden Grönlands!

Trotzdem ist es auf Island bei weitem nicht so kalt, wie auf Grönland: Island wird von den Ausläufern des Golfstroms (genauer: Nordatlantikstroms) berührt; vor allem aber kommt die Wärme aus dem Erdinnern, denn unter den Gletschern verbergen sich Vulkane. Eine Insel aus Feuer und Eis!

Über die aussergewöhnliche Geologie der Insel schreiben wir hier in einem eigenen Kapitel.

Es sind aktive Vulkane, die alle paar Jahre ausbrechen und durch ihre Aschewolken erhebliche Behinderungen z.B. im europäischen Flugverkehr verursachen können.

Island ist aber nicht nur ein Eldorado für Vulkanliebhaber und Freunde heisser Quellen, sondern es ist vor allem die Insel der Wasserfälle. Wo sonst gibt es derart viele beeindruckende Wasserfälle auf so engem Raum wie auf dieser Insel im Nordatlantik? Detifoss, Gullfoss, Svartifoss, Godafoss, Barnafoss - das sind nur einige dieser eindrucksvollen Naturwunder, die wir Ihnen auf der Seite "Flüsse und Wasserfälle" auch einzeln vorstellen.

Viele von ihnen sind problemlos zu erreichen, ohne dass man tagelange Expeditionen unternehmen muss.

Trotz guter infrastruktureller Anbindung und Erreichbarkeit sind die isländischen Wasserfälle wirklich ursprünglich.

Skogafoss-Wasserfall auf Island

Keine Touristenlodges am Ufer (zumindest nicht in direker Nähe der Wasserfälle - Hotel, Herberge und Campingplatz sind alle ein paar Hundert Meter entfernt) wie es leider bei den meisten berühmten Wasserfällen der Fall ist, sondern unberührte und authentische Natur!

Der hier abgebildete Skógafoss ist ein Wasserfall des Flusses Skógá im Süden Islands, der auf einer Breite von 25 Metern 60 Meter in die Tiefe stürzt. Das ist zwar nicht die Breite, aber sogar etwas mehr als die Höhe der berühmten Niagarafälle!

Ein paar allgemeine informationen über den Inselstaat im Nordatlantik:
Island ist mit rund 103.000 km² etwa so gross wie die ehemalige DDR und gilt als die größte Vulkaninsel der Welt. Das Land ist nicht sehr kuschelig, die Insel fasziniert den Besucher aber durch ihre grandiose Natur. Island ist besonders attraktiv für Individualreisende, die sich viel Zeit lassen und eine gute Kondition mitbringen.

Zu Island gehören auch die Westmännerinseln (Vestmannaeyjar) mit der Vulkaninsel Surtsey, die erst 1963 aus dem Meer aufgetaucht ist. Die Entstehung von Surtsey ist ein Glücksfall für die Wissenschaft z.B. bezüglich der Erforschung der Ausbreitung von Leben und darf nur zu wissenschaftlichen Zwecken betreten werden.

Hallgrimmskirche (Hallgrimskirkja) in Reykjavik

Die ganze Insel Island hat nur etwa 300.000 Einwohner (also wenig mehr als Augsburg oder etwa so viele, wie Rostock und Schwerin in Mecklenburg-Vorpommern zusammen), von denen fast Zweidrittel im Ballungsraum der Hauptstadt Reykjavík ("Rauchbucht") leben - der am nördlichsten gelegenen Hauptstadt der Welt.

In Reykjavík konzentriert sich natürlich das kulturelle Leben, es gibt hier eine Universität und weitere Hochschulen, Theater, ungewöhnlich viele Museen und zahlreiche sonstige Kultureinrichtungen.

Auch die Nationalgalerie ("Listasafn") befindet sich hier und etwas an der Peripherie der Hauptstadt ein attraktives Freilichtmuseum.
Hier in der Hauptstadt betreibt das ja eher karge Land sogar einen Botanischen Garten.

Reykjavík pflegt viele Städtepartnerschaften mit den Hauptstädten anderer nördlich gelegener Staaten. Die deutsche Partnerstadt ist Hamburg . . .

Blick auf die isländische Hauptstadt Reykjavík

Natürlich ist Reykjavík auch der ökonomische Brennpunkt des Inselstaates, u.a. verfügt die Stadt über einen Hochseehafen. Der Bankensektor wurde in der Finanzkrise eher berüchtigt, als berühmt, aber es gibt hier auch solide und zukunftsgerichtete Unternehmen, z.B. im High-Tech-Sektor.

Architektonisch gesehen ist Reykjavík eine gemütliche und recht angenehme Stadt (fast) ohne Hochhäuser, sehr bunt und fröhlich.

Der internationale Flughafen "Keflavík International Airport Leifur Eiríksson" (isländisch: Keflavíkurflugvöllur) liegt knapp 60 Kilometer weit entfernt, auf einer Halbinsel im äussersten Westen der Insel. Es gibt allerdings noch direkt bei der Hauptstadt einen Regionalflughafen.

Kultur:
Eine Besonderheit ist, dass wir über die Entwicklung der Kultur auf der Insel sehr gut Bescheid wissen: Die Isländer sind ein erzähl- und schreibfreudiges Völkchen (angeblich schreibt jeder zweite Isländer im Laufe seines Lebens ein Buch!) und die Geschichte des Landes ist deshalb detailliert überliefert worden. Lesen Sie dazu auch unser Kapitel über die Geschichte.

Mit Halldór Laxness ("Atomstation") stellt das kleine Land immerhin sogar einen Literatur-Nobelpreisträger.

Die Sprache ist Isländisch, aber man kommt auch mit Englisch ganz gut weiter. Island gehört (noch) nicht zur EU und hat natürlich auch eine eigene Währung, die Isländische Krone (ISK). Die Einreise ist von Deutschland mit dem Personalausweis möglich.

In Island sind Sie im Land der Elfen und auch, wenn Sie an Trolle und Elfen selbst nicht glauben, sollten Sie diese Einstellung vieler Isländer respektieren. In Umfragen bekennt sich mehr als die Hälfte der Isländer zum Glauben an Naturgeister! Er entspringt einer tiefen Naturverbundenheit.

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Das Wohlergehen der Elfen ist den Isländern wichtig und deshalb wird die Arbeit einer freiberuflichen Elfenbeauftragten, die sich um das "Huldofólk" kümmert, durchaus gerne gesehen und unterstützt. Sie wird gelegentlich auch bei offiziellen Bauvorhaben um Rat gefragt; es handelt sich keineswegs nur um eine folkloristische Einrichtung zur Förderung des Fremdenverkehrs.

Politik:
Der Inselstaat gilt nicht nur als eine der ältesten Demokratien in der ganzen Welt, sondern zählt auch aktuell zu den demokratischten Ländern überhaupt. Von 2010 bis 2014 erlaubte sich die Hauptstadt mit ihrem Oberbürgermeister Jón Gnarr eine Regierung der Kulturschaffenden.

Flagge von Island: Rotes Kreuz auf blauem Grund

Das war keinesfalls ein politischer Narrenspass, sondern als Ansatz für eine bessere Welt gedacht und es war auch keineswegs erfolglos. 2014 haben die Bewohner der Hauptstadt aber einen anderen Bürgermeister gewählt, denn Gnarr hatte auf eine erneute Kandidatur verzichtet: Der junge Arzt Dagur B. Eggertsson war schon mal für kurze Zeit Bürgermeister von Reykjavik und übt die Nachfolge von Gnarr im wesentlichen mit der gleichen Koalition aus, wie sein Vorgänger.

Ein Erfolg der Politik ist auf jeden Fall greifbar: Island führt seit mehreren Jahren den internationalen Sicherheits-Index an. In keinem Land der Welt kann man so sicher leben.

Als es Anfang 2017 ein Tötungsdelikt gab, ging ein Aufschrei durch das Land und jede(r) fühlte mit den Hinterbliebenen. Es ist ein schwacher Trost, aber wir wollen ihn nicht verschweigen: Für dieses Sexualverbrechen wurden ausländische Seeleute zur Rechenschaft gezogen.

Island ist wirklich ein unvorstellbar sicheres Reiseland; die Menschen sind von einer wunderbaren Friedfertigkeit. Und das, obwohl - oder vielleicht eher: weil - das Land nicht mal eigenes Militär hat.

Die Wirtschaft Islands ist schwer einzuschätzen: Einerseits gibt es eine stabile Entwicklung, andererseits kam es 2008 zum grossen Banken-Crash. In der realen Welt (soll heissen: unabhängig von Spekulationen, die ja z.T. auch gezielt von aussen in einige der EU-kritischen Länder hereingetragen wurden) ist der Tourismus nach der Fischerei mittlerweile zum zweitwichtigsten Wirtschaftszweig geworden.

Papageitaucher - eine seltene, aber für Island typische Vogelart

Sehenswürdigkeiten:

Island ist insbesondere attraktiv wegen seiner ausserordentlichen Natur, vor allem wegen der perfekten Verbindung von Feuer und Wasser, also Vulkanismus und Vergletscherung bzw. grosse Flüsse mit eindrucksvollen Wasserfällen.

Eine Reise nach Island ist immer Erlebnis- und Aktiv-Urlaub. Wandern und Trekking in allen Schwierigkeitsgraden ist angesagt, sofern Sie sich nicht mit Reykjavik und ein paar organisierten Tagesausflügen mit dem Bus zufrieden geben wollen.

Ein wahres Eldorado soll Island für Angler sein; der Verfasser kann das aus eigener Anschauung nicht beurteilen, aber die Berichte sind glaubwürdig.

Wenn Sie an einer Gruppenreise teilnehmen, haben Sie wahrscheinlich die Möglichkeit, die Tagestour "Goldene Rundfahrt" ("Golden Circle", isländisch "Gullni hringurinn") zu unternehmen, die Sie zu einigen der wichtigsten Attraktionen führt (u.a. auch nach Thingvellir). Natürlich im touristischen Schnelldurchlauf, aber man kann die Rundfahrt gut nutzen, um eine individuelle Tour vorzubereiten. Allerdings: Mietwagen sind sehr teuer (so wie Island überhaupt ein teurer Urlaubsort ist).

Eine touristischen Sehenswürdigkeit ist auch das Freiluftbad Blaue Lagune bei Grindavík. Wenn man Glück hat, tanzen am Himmel Polarlichter, während man hier inmitten der Lavafelder im Salzwasser entspannt.

Nicht versäumen sollte man einen Besuch der Almannagjá-Schlucht im Thingvellir-Nationalpark gar nicht weit von der Hauptstadt: Hier stehen Sie sozusagen mit einem Fuss in Europa und mit dem anderen in Amerika.
> mehr zu diesem Naturwunder auf dieser Seite

Ausserdem verfügt das Land über eine arten- und individuenreiche Vogelwelt; auch über Flora und Fauna Islands informieren wir in einem eigenen Kapitel.

Unbedingt sehenswert sind die aktuell drei Nationalparks mit ihren Gletschern, Vulkanen, Wasserfällen und Geysiren.

Für die Beobachtung von Walen (Whale-Watching) gilt Island als einer der weltweiten HotSpots.

Vor allem in der Hauptstadt Reykjavik gibt es eine grosse Zahl von Museen und kulturellen Begegnungsstätten.

Eine umfangreiche Aufstellung der Sehenwürdigkeiten und Freizeitmöglichkeiten auf Island haben wir Ihnen auf der Seite "Sehenswert" zusammengestellt.

Reiseplanung:
Wirklich attraktiv ist ein mehrwöchiger Urlaub mit dem eigenen Wagen - unbedingt mit Allrad-Antrieb und GPS und ausreichend Lebensmitteln und allem ausgerüstet, um auch Pannen und Notfälle (Stürze und andere Unfälle!) aus eigener Kraft managen zu können.

Preisbeispiel eines dänischen Anbieters für 2 Pers. inkl. PKW:
ab 1998,- Euro (Stand 2011)

Im Preis enthaltene Leistungen:

  • Fährfahrten Dänemark-Island und zurück.
  • 9 Tage Islandrundreise mit 8 Übernachtungen in Zimmern mit DU/WC in Hotels, Farmen oder Gästehäusern.
  • Mitnahme eines PKW bis 5 m L. / 1,9 m H.
  • Frühstück während der gesamten Reise.
  • Günstigste Kabinenkategorie inklusive.
  • Buchungsgebühr.

Eine gute körperliche Konstitution ist selbstverständlich. An Trekking-Touren mangelt es wahrlich nicht; viele der schönsten Küsten und Schluchten sind mit dem Auto nicht zu erreichen und müssen zu Fuss erkundet werden.

Das eigene Fahrzeug ist nicht ganz billig, lohnt wegen der hohen Mietwagenpreise auf Island aber doch. Sie können das Fahrzeug in Cuxhaven beim Schiff abliefern und fliegen dann selbst mit dem Flugzeug. Eine Überfahrt zusammen mit dem Auto ist nicht möglich. Die Transportkosten belaufen sich von Cuxhaven nach Reykjavik und zurück auf etwa anderthalb Tausend Euro.

Wenn Sie bereit sind, ab Dänemark zu fahren und ein bisschen Zeit und Lust für eine Seereise mitbringen, bekommen Sie es auch schon günstiger - der Preis hängt natürlich auch von der Jahreszeit ab.

Wer's nicht ganz so abenteuerlich mag, kann sich an einer Rundreise mit eigenem PKW beteiligen; übernachtet wird dabei in Hotels. Natürlich befinden sich die meisten Hotels in der Nähe der Hauptstadt: In Reykjavik und Umgebung finden Sie zahlreiche Hotels in einer Spanne von preiswert bis sehr komfortabel.

Ihr Traumhotel auf Island finden sie unter traumhotel.de
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